Gesichtspeeling: Mechanisch, chemisch und enzymatisch, und wie oft du es machst

Ein Gesichtspeeling ist ein Schritt in der Hautpflege, der abgestorbene Hautzellen sanft von der Hautoberfläche entfernt und der Haut hilft, glatter und frischer auszusehen. Im Sortiment der Kategorie Peelings sowie in Tonika wie BÁTHORYČKA oder DIAMANT findest du einen sanften Weg, es in deine Routine einzubauen, und unser Berater hilft dir, die richtige Art für deine Haut zu wählen.

Eine Frau trägt mit einem Wattepad sanft Tonikum auf das Gesicht auf

Was ein Gesichtspeeling ist und warum die Haut es braucht

Die Haut erneuert sich ständig, tiefere Schichten bilden neue Zellen, und die älteren wandern nach und nach an die Oberfläche, wo sie sich natürlich ablösen. Dieser Vorgang wird in der Kosmetik auch Exfoliation genannt, und mit dem Alter, bei Stress oder bei trockenerer Haut verlangsamt er sich. Abgestorbene Zellen können sich so an der Oberfläche ansammeln, die Haut wirkt matt, und die Poren verstopfen leichter. Ein Gesichtspeeling unterstützt diesen Zyklus sanft, entweder mechanisch oder auf chemischem Weg, die genaue Definition und die Herkunft des Wortes findest du auch in unserem Glossar. Dank regelmäßiger, aber nicht übertriebener Wiederholung wird auch die Pflege besser aufgenommen, die danach folgt, Serum und Creme gelangen so dorthin, wohin sie sollen.

Abgestorbene Zellen sind dabei nicht für sich genommen das Problem, sie werden es erst, wenn sich zu viele auf einmal ansammeln. Dann vermischen sich in den Poren Talg, Zellen und Verunreinigungen, und die Haut wirkt müde und uneben, manchmal auch mit größerer Neigung zu verstopften Poren. Genau deshalb rät man weder zu zu häufigem noch zu zu aggressivem Peeling, das Ziel ist nicht, die Haut zu „schrubben“, sondern ihr Raum zu geben, sich in ihrem eigenen Tempo zu erneuern. Den Mechanismus der Hauterneuerung und den Einfluss der Exfoliation auf ihre dickere oberste Schicht, das Stratum corneum, beschreiben genauer auch Studien über die Exfoliation der Haut, die in der Datenbank PubMed verfügbar sind.

Mechanisches Peeling: sanftes Abschleifen

Das mechanische Peeling, auch mechanische Exfoliation genannt, funktioniert nach dem Prinzip des sanften physischen Abschleifens. In diese Gruppe gehören Peelingcremes mit winzigen Partikeln, aber auch verschiedene Schwämme, Bürsten oder Tücher, die für die sanfte Reinigung des Gesichts bestimmt sind. Eine nähere Erklärung des Prinzips findest du auch im Eintrag mechanische Exfoliation in unserem Glossar. Der Vorteil ist das sofortige Gefühl von Glätte gleich nach der Anwendung und die Einfachheit, du trägst das Produkt auf feuchte Haut auf und massierst es mit kreisenden Bewegungen sanft ein, ohne wie bei chemischen Varianten auf die Wirkung warten zu müssen. Ein mechanisches Peeling lässt sich auch mit dem üblichen Reinigungsgel oder Balsam kombinieren, den du ohnehin in deiner Morgen- oder Abendroutine verwendest, du musst dafür also weder besondere Zeit noch einen zusätzlichen eigenen Schritt einplanen.

Ein mechanisches Peeling passt aber nicht zu jedem Hauttyp und nicht in jeder Situation. Auf empfindlicher, gereizter oder entzündeter Haut kann es zu rau wirken und den Zustand noch verschlimmern, ebenso rät man davon ab, es am selben Tag mit Retinol oder einem stärkeren chemischen Peeling zu kombinieren. Bei der Wahl der Partikel greifst du besser zu feineren, abgerundeten Körnchen, denn grobe und scharfe Teilchen können auf der Haut mikroskopisch kleine Risse verursachen. Wenn deine Haut zu Rötungen neigt, lässt du das mechanische Gesichtspeeling lieber ganz weg und ersetzt es durch eine sanftere chemische oder enzymatische Alternative, über die wir im nächsten Abschnitt sprechen. Mit derselben Vorsicht gehst du an die Augenpartie und die dünne Haut am Hals heran, dort wird ein mechanisches Gesichtspeeling in der Regel gar nicht verwendet, weil diese Haut deutlich dünner und empfindlicher ist als der Rest des Gesichts.

Nahaufnahme der Haut nach einem sanften Peeling, glatte und frische Oberfläche

Chemisches und enzymatisches Peeling: der sanftere Weg zu glatter Haut

Was ist ein chemisches Peeling?

Ein chemisches Gesichtspeeling arbeitet nicht mit Reibung, sondern mit Säuren, die die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen an der Hautoberfläche lösen, sodass sie sich dann von selbst natürlich ablösen. Zu den beliebten Inhaltsstoffen gehört Salicylsäure, die sich gut im Talgfilm löst und deshalb vor allem für Haut mit Neigung zu Fettigkeit und verstopften Poren geeignet ist. Du findest sie zum Beispiel im DIAMANT Tonikum, das neben Salicylsäure auch Azeloyl-Glycin, Lavendelwasser und Hyaluronsäure enthält und ganz einfach auf einem Wattepad nach der Reinigung der Haut aufgetragen wird. Ein chemisches Peeling wirkt sanfter auf die Oberfläche, doch man sollte es nicht unterschätzen, die Haut kann danach empfindlicher gegenüber der Sonne sein, deshalb gehört es eher in die Abendroutine.

Was ist ein enzymatisches Peeling?

Ein enzymatisches Peeling nutzt natürliche Fruchtextrakte und Enzyme, die die Eiweißverbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen sanft abbauen, es gehört zu den schonendsten Formen der Exfoliation und eignet sich auch für empfindlichere Haut. Ein Beispiel ist das Tonikum BÁTHORYČKA, das auf einem Komplex aus natürlichen Frucht- und Zuckerextrakten aufbaut, aus Heidelbeere, Zitrusfrüchten und Zuckerrohr, ergänzt durch Lavendelwasser. Diese Kombination wirkt auf die Haut sanfter als ein klassisches chemisches Peeling mit höherer Säurekonzentration und lässt sich daher auch häufiger einsetzen. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Art besser zu dir passt, halte dich an die einfache Regel: je empfindlicher die Haut, desto sanfter und seltener die Form des Peelings. Beide Arten von Tonika werden ebenso einfach auf einem Wattepad nach der Reinigung der Haut aufgetragen, ohne Abspülen, sodass sie sich problemlos auch in das Abendritual neben deiner liebsten Creme oder deinem Öl einfügen.

Wie oft du ein Gesichtspeeling machen solltest, je nach Hauttyp

Die Häufigkeit des Peelings hängt vor allem davon ab, welchen Hauttyp du hast und welche Art von Peeling du wählst. Allgemein gilt, dass die Haut sanftere enzymatische und chemische Tonika häufiger verträgt als mechanisches Abschleifen, das mehr Zeit zur Erholung braucht. Die folgende Tabelle bietet einen orientierenden Überblick, am besten beobachtest du aber immer, wie genau deine Haut auf die jeweilige Pflege reagiert, und sprichst im Zweifel mit einer Kosmetikerin oder einem Hautarzt. Wenn du mit dem Peeling gerade erst beginnst, richte dich nicht gleich nach der Obergrenze der empfohlenen Häufigkeit, steigere lieber nach und nach um einmal pro Woche und beobachte, wie die Haut in den folgenden Tagen reagiert. Wetterwechsel, trockene Luft in der Wohnung während der Heizperiode oder ein neuer Wirkstoff in einem anderen Produkt können die nötige Häufigkeit vorübergehend senken, auch wenn die Haut ein Peeling sonst gut verträgt.

HauttypEmpfohlene HäufigkeitGeeignete Peelingart
Normale Haut1- bis 2-mal pro Wochemechanisch und chemisch
Fettige Haut2-mal pro Wochechemisch mit Salicylsäure
Mischhaut1- bis 2-mal pro Wocheenzymatisch, gegebenenfalls chemisch nur in der T-Zone
Empfindliche Hauteinmal alle 1 bis 2 Wochennur enzymatisch, mechanisch lieber weglassen

Fläschchen mit pflanzlichem Tonikum auf einem Holztablett mit Lavendel

Wie du dein Gesicht richtig peelst

Der Ablauf ist einfach, doch ein paar Schritte lohnt es sich in der richtigen Reihenfolge einzuhalten, damit die Haut vom Peeling möglichst viel hat und zugleich im Gleichgewicht bleibt. Lass Stellen mit aktiver Reizung, kleinen Narben oder rissiger Haut aus, dort braucht die Haut eher Ruhe und Feuchtigkeit als einen weiteren Reiz. Man baut es in der Regel abends ein, die Haut hat dann über Nacht genug Zeit zur Regeneration, und morgens wäschst du sie nur sanft und fährst mit der üblichen Routine fort. Die Reihenfolge der Schritte unten gilt für die normale Anwendung, bei der Kombination mehrerer Produkte in einer Routine prüfe immer, ob sich die jeweiligen Inhaltsstoffe nicht überschneiden.

  1. Reinige die Haut zuerst sanft, damit sie frei von Make-up und oberflächlichen Verunreinigungen ist.
  2. Trage das mechanische Peeling auf feuchte Haut auf, massiere es mit kreisenden Bewegungen etwa eine Minute sanft ein und spüle es dann mit lauwarmem Wasser ab.
  3. Gib das chemische oder enzymatische Tonikum auf ein Wattepad und streiche damit leicht über das ganze Gesicht, ohne Abspülen.
  4. Fahre je nach Bedarf deiner Haut mit Serum oder Creme fort, nach dem Peeling nimmt die Haut sie etwas besser auf.
  5. Vergiss tagsüber den Sonnenschutz nicht, die Haut kann nach dem Peeling empfindlicher auf ihre Wirkung reagieren.

Was du beim Gesichtspeeling vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist das Übertreiben, mehr ist ganz sicher nicht besser. Zu häufiges oder zu aggressives Peelen stört die Schutzbarriere der Haut, die dann mit Spannungsgefühl, Rötung oder umgekehrt mit verstärkter Talgbildung reagieren kann. Ebenso rät man davon ab, mehrere Peelingarten an einem Tag zu kombinieren, zum Beispiel mechanisches Abschleifen gleich nach einem chemischen Tonikum, die Haut bekäme eine doppelte Belastung auf einmal. Vorsicht gilt auch bei der Kombination mit Retinol oder anderer intensiverer Pflege, die man besser an verschiedenen Tagen mit dem Peeling abwechselt, statt sie in einer Routine zu kombinieren. Wenn du anhaltende Rötung, Brennen oder gespannte Haut bemerkst, lass das Peeling für ein paar Tage ganz weg und beruhige die Haut zuerst mit einer milden Creme ohne weitere Wirkstoffe.

Wusstest du…

Wusstest du, dass mechanisches und chemisches Peeling im Grunde dasselbe tun, nur auf unterschiedliche Weise, nämlich abgestorbene Zellen von der Hautoberfläche entfernen?

Häufig gestellte Fragen

Was genau macht ein Gesichtspeeling?

Ein Gesichtspeeling entfernt abgestorbene Hautzellen von der Hautoberfläche, entweder mechanisch durch sanftes Abschleifen oder auf chemischem Weg mit Säuren oder Fruchtenzymen. Das Ergebnis ist eine glattere Hautoberfläche und eine bessere Aufnahme weiterer Pflege, von Serum und Creme. Es ist kein einmaliges Wunder, sondern ein regelmäßiger, sanfter Schritt in der Routine.

Was ist der Unterschied zwischen mechanischem und chemischem Peeling?

Das mechanische Peeling arbeitet mit physischer Reibung, winzigen Partikeln oder einem Schwamm, während das chemische Peeling Säuren nutzt, die die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen ohne Reibung lösen. Ein chemisches Peeling wirkt auf die Hautoberfläche meist sanfter, kann aber die Empfindlichkeit gegenüber der Sonne erhöhen. Das mechanische gibt ein sofortiges Gefühl von Glätte, das chemische wirkt schrittweiser.

Hilft ein Peeling bei verstopften Poren?

Ja, ein regelmäßiges und angemessenes Peeling hilft, abgestorbene Zellen und Talgreste zu entfernen, die die Poren verstopfen, und so kann sich das Erscheinungsbild der Poren nach und nach vereinheitlichen. Am besten geeignet ist in diesem Fall ein chemisches Peeling mit Salicylsäure, die sich gut direkt im Talgfilm löst. Man sollte aber nicht erwarten, dass die Poren ganz verschwinden, ihre Größe ist zu einem großen Teil genetisch bedingt.

Ist ein Peeling auch für fettige Haut geeignet?

Fettige Haut verträgt ein Peeling in der Regel gut und kann davon häufiger profitieren als andere Hauttypen, vor allem von einem chemischen Peeling mit Salicylsäure. Es hilft nämlich, die Poren frei zu halten und das Glanzgefühl zu verringern. Auch hier gilt aber, dass mehr nicht besser bedeutet, zwei Anwendungen pro Woche genügen meist.

Was ist ein enzymatisches Peeling und für wen ist es geeignet?

Ein enzymatisches Peeling nutzt natürliche Fruchtextrakte und Enzyme, um abgestorbene Zellen ohne Reibung und ohne starke Säuren sanft abzubauen. Es gehört zu den schonendsten Formen der Exfoliation und eignet sich daher auch für empfindlichere Haut oder Mischhaut, die weder mechanisches noch intensiveres chemisches Peeling gut verträgt.

Wie oft sollte ich bei empfindlicher Haut ein Gesichtspeeling machen?

Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, nur zu einem enzymatischen Peeling zu greifen, und zwar etwa einmal alle ein bis zwei Wochen. Ein mechanisches Peeling lässt man bei Neigung zu Rötungen lieber ganz weg. Beobachte immer die Reaktion der Haut, wenn Brennen oder stärkere Rötung auftritt, verringere die Häufigkeit noch weiter oder lass das Peeling vorübergehend aus.

Autorin: Erika Bundalová, Leiterin für Produktion und Entwicklung bei Panakeia SK. Den Text hat sie auf Grundlage der tatsächlichen Zusammensetzung der Produkte und der geltenden Kosmetikgesetzgebung vorbereitet.