Schwarzkümmelöl ist ein kalt gepresstes Pflanzenöl aus den Samen von Nigella sativa, die im Slowakischen auch unter dem Volksnamen černuška siata bekannt ist. Unser 100 % Schwarzkümmelöl aus Samen wird direkt aus diesen Samen gepresst. In diesem Artikel zeigen wir dir, wodurch sich Schwarzkümmel vom gewöhnlichen Wiesenkümmel unterscheidet, wie das Öl aussieht, riecht und schmeckt und wie du es auf Haut und Haaren und in der Küche verwenden kannst.

Was ist Schwarzkümmel (Nigella sativa)?
Schwarzkümmel ist ein einjähriges Kraut, das ursprünglich aus dem Nahen Osten und Südasien stammt und heute auch im Mittelmeerraum und in Kräutergärten angebaut wird. Er gehört zu den Hahnenfußgewächsen, also zu einer ganz anderen botanischen Familie als die Pflanzen, mit denen er häufig verwechselt wird. Seine winzigen, schwarzen, kantigen Samen reifen in einer aufgeblasenen Kapsel, die ein wenig an eine Mohnkapsel erinnert, und genau aus ihnen wird das Öl gepresst, um das es in diesem Artikel geht. Im Slowakischen hat sich neben dem botanischen Namen Nigella sativa auch die Bezeichnung černuška siata eingebürgert, der du vor allem in Kräutertexten begegnest. Die Samen haben einen kräftigen, würzigen Duft, der ein wenig an eine Mischung aus schwarzem Pfeffer und Zwiebel erinnert, und dieser Duft geht auch auf das fertige Öl über.
Schwarzkümmel oder Wiesenkümmel? Der Unterschied
Im Slowakischen tragen zwei völlig verschiedene Pflanzen den Namen „rasca“, und das ist die häufigste Ursache für Verwechslungen, wenn man dieses Öl im Internet sucht. Wiesenkümmel ist das Kraut, das du von Brot, Sauerkrautsuppe oder Käse kennst, er gehört zu den Doldenblütlern, und seine Samen sind hellbraun, länglich und leicht gebogen, mit einem süßlichen, anisartigen Duft. Schwarzkümmel dagegen gehört zu den Hahnenfußgewächsen, seine Samen sind winzig, schwarz und kantig, und der Duft ist würzig, nicht süß. Diese beiden Pflanzen verbindet nur ein ähnlich klingender Name, nicht aber die botanische Herkunft oder die Verwendung, und ein gepresstes Pflanzenöl wird tatsächlich nur aus dem schwarzen verkauft, nie aus dem Wiesenkümmel. Wenn du also irgendwo ein Öl siehst, das nur mit dem Wort Kümmel gekennzeichnet ist, ohne nähere Angabe, lohnt es sich nachzufragen, um welche der beiden Pflanzen es sich handelt.
| Eigenschaft | Schwarzkümmel (Nigella sativa) | Wiesenkümmel (Carum carvi) |
|---|---|---|
| Pflanzenfamilie | Hahnenfußgewächse | Doldenblütler |
| Aussehen der Samen | Winzig, schwarz, kantig | Hellbraun, länglich, gebogen |
| Duft und Geschmack | Würzig, leicht scharf | Süßlich, anisartig |
Wie das Öl gepresst wird und wie es duftet, schmeckt und aussieht
Ein hochwertiges Öl entsteht durch Kaltpressung, also durch mechanischen Druck auf die Samen ohne zugeführte Wärme. So behält es seine natürliche Farbe, seinen Duft und seine Zusammensetzung, die bei der Heißpressung teilweise verloren gingen. Die Farbe des Öls reicht von dunkelgelb bis bernsteinfarben, manchmal mit einem Hauch von Braun, und sie unterscheidet sich je nach Herkunft der Samen und der jeweiligen Ernte leicht, ähnlich wie sich der Geschmack von Obst von Saison zu Saison verändert. Der Duft ist kräftig, würzig bis scharf, der Geschmack ähnlich, mit einem leicht bitteren Nachklang, der für dieses Öl typisch ist. Wenn dir der erste Tropfen intensiv vorkommt, ist das kein Fehler, sondern eine natürliche Eigenschaft dieses Rohstoffs und kein Zeichen mangelnder Qualität.
Was das Öl enthält
Die Zusammensetzung ist der Grund, warum über diesen Rohstoff so viel geschrieben wird. Das Öl enthält vor allem ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Linolsäure und Ölsäure, übliche Bestandteile von Pflanzenölen, die in der Kosmetik und in der Küche verwendet werden. Ein charakteristischer Bestandteil der Samen ist auch Thymochinon, ein natürlicher Stoff, der in der Fachliteratur gerade im Zusammenhang mit Nigella sativa erwähnt wird und dessen Zusammensetzung ausländische Studien auf PubMed untersuchen. Diese Beschreibung betrifft nur das, was in der Pflanze natürlich vorkommt, nicht die Wirkung dieser Stoffe auf Körper oder Haut. Das Verhältnis der Bestandteile ändert sich je nach Herkunft der Samen und Ernte, deshalb können sich Duft und Farbe des Öls zwischen einzelnen Chargen leicht unterscheiden, selbst wenn das Pressverfahren dasselbe ist.
Wie du es auf Haut und Haaren anwendest
In der Kosmetik wird dieses Öl meist in kleiner Menge direkt auf die Haut aufgetragen oder mit einem anderen Pflanzenöl gemischt, zum Beispiel mit Mandelöl, damit sich sein kräftiger Duft abmildert. Vor der ersten Anwendung auf einer größeren Fläche ist es sinnvoll, das Öl an einer kleinen Hautstelle zu testen, etwa an der Innenseite des Unterarms, und ein paar Stunden zu warten.
- Für die Haut: Massiere ein paar Tropfen sanft in die saubere Haut ein, pur oder mit einem anderen Trägeröl gemischt.
- Für Haare und Kopfhaut: Verreibe einige Tropfen in den Handflächen und massiere sie in die Haarwurzeln ein, ähnlich wie bei anderen multifunktionalen Haarölen.
- Für die Massage: Mische es mit einer größeren Menge Trägeröl, damit sich die Konsistenz angenehm verteilen lässt.
- Vor der ersten Anwendung: Teste immer zuerst an einer kleinen Hautstelle.

Kannst du es auch in der Küche verwenden?
Ja, dieses Öl wird in der Küche verwendet, allerdings nur kalt. Man gibt es zum Beispiel in Salate, Joghurt oder Dressings oder träufelt es kurz vor dem Servieren direkt auf das fertige Gericht. Vom Erhitzen wird abgeraten, weil hohe Temperaturen Geschmack und Duft des Öls verändern und seine natürliche Zusammensetzung beeinträchtigen. Wegen des kräftigen Geschmacks genügt wirklich wenig, ein paar Tropfen können einen ganzen Teller würzen.
Wie du es lagerst, damit es nicht bitter wird
Dieses Öl ist wie andere kaltgepresste Öle empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Luft. Lagere es deshalb dunkel und kühl, am besten im Kühlschrank oder zumindest fern von direktem Sonnenlicht und der Wärme von Herd oder Heizkörper. Verschließe die Flasche nach Gebrauch immer gleich gut, damit möglichst wenig Luft hineingelangt. Wenn das Öl nach und nach dunkler wird, deutlich stärker nachgilbt oder anders bitter riecht als am Anfang, ist das ein Zeichen, dass es zu ranzen begonnen hat, und es ist Zeit für eine neue Flasche. Die dunkle Glasverpackung, in der ein hochwertiges Öl üblicherweise verkauft wird, schützt schon von sich aus teilweise vor Licht.
Woran du ein hochwertiges Öl erkennst
Bei der Auswahl lohnt es sich, direkt auf dem Etikett auf ein paar Dinge zu achten: Pressverfahren, Verpackung und Zusammensetzung. Dunkles Glas schützt den Inhalt besser vor Licht als eine durchsichtige Flasche. Die reinste Variante enthält hundert Prozent Öl aus den Samen, ohne weitere Zusätze. Es lohnt sich auch ein Blick auf das Herstellungsdatum, denn frischeres Öl hat einen intensiveren Duft und Geschmack.
- Kaltpressung auf dem Etikett angegeben.
- Dunkle Glasverpackung.
- Zusammensetzung ohne unnötige Zusätze.
- Frisches Herstellungs- oder Haltbarkeitsdatum.
Schwarzkümmelöl von Panakeia
In unserem Sortiment findest du das 100 % Schwarzkümmelöl aus Samen, das laut Etikett ausschließlich aus Öl besteht, das aus den Samen dieser Pflanze gepresst wurde, ohne weitere Zusätze. Wenn dir die Dosierung mit dem Löffel nicht liegt, findest du bei uns auch das Öl in Kapseln. Halte dich bei der innerlichen Einnahme immer nur an das, was auf dem Etikett der jeweiligen Packung steht, und denk dir keine eigene Dosierung aus. Wenn du gerade irgendwelche Medikamente einnimmst, ist es immer klüger, die Einnahme des Öls zuerst mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke zu besprechen, als einfach blind auszuprobieren. Das Öl findest du im Shop in der Kategorie Bio-Öle, bei der Auswahl kann dir auch der kostenlose Berater helfen.
Wusstest du…
Schwarzkümmel und der Kümmel, den du vom Brot kennst, sind keine verwandten Pflanzen, sie haben nur einen ähnlichen Namen.
